Auch 2008 gibt es schon zahlreiche Anmeldungen. In diesem Jahr wird die Kapelle Nordrhein-Westfalen verlassen und an verschiedene Standorte in anderen Bundesländern wandern.





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6. Mai 2008
14. Station - Leibertingen-Thalheim
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2. Mai 2008 (Blutfreitag)
13. Station - Weingarten, Blutritt
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8. Februar 2008
12. Station - Weingarten
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17. September 2007
11. Station - Dülmen
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10. Mai 2007
10. Station - Isselburg
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1. März 2007
9. Station - Bocholt, Ortsteil Mussum
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17. Oktober 2006
8. Station - Vreden
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27. Juli 2006
7. Station - Stadtlohn
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11. Mai 2006
6. Station - Ahaus
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15. März 2006
5. Station - Schöppingen
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22. Dezember 2005
4. Station - Gronau
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19.10.2005
3. Station - Reken
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23. September 2005
2. Station - Rhedebrügge
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28. August 2005
1. Station - Gemeinde Velen

Stadt Velen, Am Tiergarten, Wertstoffsammelstelle

Ausleiher: Stadt Velen

„Dem ersten Standort zum Beginn der Biennale kam als Auftakt eine besondere Bedeutung zu. Die deshalb vorgeschlagene Stelle am Tiergarten ließ in ihrer Ambivalenz schon die ganze Bandbreite erahnen, die durch die Auswahl der zukünftigen Aufstellungsorte denkbar ist. Der romantische und traditionell für Kapellen durchaus übliche Platz am Waldrand wurde hier durch die Nutzung des Waldrands als Parkplatz und Aufstellungsplatz für Wertstoffcontainer gebrochen und in sein Gegenteil verkehrt. Dabei verdeutlichte die Parkplatzsituation den temporären Charakter der „Wanderkapelle“. Gleich einem parkenden Auto erschien sie für unbestimmte Zeit abgestellt, um sich später, zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt, wieder fortzubewegen. Die Nachbarschaft der Sammelcontainer machte die formalen Ähnlichkeiten dieser mobilen Blechkisten humorvoll deutlich und trug durchaus selbstironische Züge. Ausgerechnet zum Auftakt der Skulptur-Biennale suchte sich dieser Beitrag einen äußerst unspektakulären und versteckten Standort aus.

Doch die Ironie war nur von kurzer Freude: Unweigerlich wurden auf fast schon bissige Weise inhaltlich sehr zentrale Fragen aufgeworfen, was unseren heutigen Umgang mit religiösen Kleindenkmalen anbelangt. Sind es nur mehr leere Hüllen? Orte, deren Geschichten verloren gegangen sind („latente Historie“), Sammelplatz für anachronistische religiöse Gefühle? Romantische Projektionsflächen für die individuellen Reste religiöser Empfindungen und Erinnerungen?

Der Standort am Tiergarten war daher gerade für den Beginn der Kapellenwanderung in seiner Vielschichtigkeit ideal. Geradezu beispielhaft wurden die verschiedensten Ebenen möglicher Inhaltsverschiebungen durch den Standortkontext angerissen. Darüber hinaus funktionierte diese Stelle auch als fotogener Standort, gerade für den Anfang der Biennale, hervorragend.“

(Rolf Wicker / RW)

 
28. August 2005
Eröffnung der Skulptur Biennale Münsterland 2005
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