Auch 2008 gibt es schon zahlreiche Anmeldungen. In diesem Jahr wird die Kapelle Nordrhein-Westfalen verlassen und an verschiedene Standorte in anderen Bundesländern wandern.





Impressum >>

 
 
6. Mai 2008
14. Station - Leibertingen-Thalheim
anzeigen >>

 
2. Mai 2008 (Blutfreitag)
13. Station - Weingarten, Blutritt
anzeigen >>

 
8. Februar 2008
12. Station - Weingarten
anzeigen >>

 
17. September 2007
11. Station - Dülmen
anzeigen >>

 
10. Mai 2007
10. Station - Isselburg
anzeigen >>

 
1. März 2007
9. Station - Bocholt, Ortsteil Mussum

Bocholt, Ortsteil Mussum, Zweigwerkstatt der Büngern-Technik, Im Fisserhook

Ausleiher: Sozialdienst der Werkstatt

Wie kann man eine Annäherung schaffen zwischen dem Kunstobjekt „Wanderkapelle“ und den Begriffen Fastenzeit, Kreativität, Glauben für Menschen mit Behinderungen? Mit dieser interessanten Fragestellung beschäftigte sich Dipl.-Sozialbarbeiterin Rita Böing vom Sozialdienst der Werkstatt anlässlich des Aufenthaltes der „Wanderkapelle“ in Mussum in den Wochen vor Ostern. Das Zweigwerk der Büngern-Technik in Mussum ist eine Einrichtung der beruflichen und sozialen Rehabilitation für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung (einige auch mit Mehrfachbehinderung im körperlichen oder psychischen Bereich). Sie bietet diesen Menschen, die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, eine angemessene berufliche Bildung. Sie ermöglicht ihnen, ihre Leistungsfähigkeit zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Nach dem Aufstellen war die „Wanderkapelle“ für jeden der etwa 80 Beschäftigten gut sichtbar. Sie sollte zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Kapelle - Glauben“ dienen. In der Fastenzeit stand jede Woche unter einem besonderem Motto. Wie kann z.B. jeder Einzelne persönlich Verzicht mit Gewinn ausüben. Dabei wurden immer konkrete Handlungsvorschläge mit auf den Weg gegeben. Unterstrichen wurde das Ganze durch ein jeweils angepasstes Gebet. Für die Beschäftigten war dies eine völlig neue Form des Herangehens an die Fastenzeit. Einige haben sich in dieser Zeit beim Essen beschränkt, haben sie zum Nachdenken, zur Buße oder auch zur Neuorientierung genutzt. Konkret haben sie versucht, einige Vorsätze in ihren Arbeitsalltag einzubauen, z.B. mehr Rücksichtnahme, mehr Toleranz, gute Taten etc.. Andere wiederum konnten mit diesen Impulsen zur persönlichen Gestaltung der Fastenzeit wenig bis überhaupt nichts anfangen und doch haben sie sich damit auseinandergesetzt. Natürlich spielte auch hier der Grad der Behinderung (Was versteht der Einzelne und was kann er auch wirklich umsetzen?) und das Wohn- Lebensumfeld eine bedeutende Rolle. Was ist mir vertraut, was ist mir völlig fremd?

„Das Bauwerk „Wanderkapelle“ wurde von den Beschäftigten als weniger ansprechend erlebt, da sie verschlossen war. Sie konnte nicht wie eine übliche Kapelle betreten werden, um z.B. zu beten oder auszuruhen. Einige meinten, sie ist ja immer abgeschlossen, wer hat denn einen Schlüssel dafür. Da unsere Klientel gern die Objekte ganzheitlich erfassen/begreifen will, ist sie mit dieser Form von Kunst überfordert. Und doch stellten einige einen Bezug zwischen Kunstwerk und Glauben oder Wallfahrten her. Auf alle Fälle hat die „Wanderkapelle“ zu Diskussionen und Fragen geführt.“ so Rita Böing in ihrem Fazit. Insgesamt zeigten sich die Beschäftigten der Werksatt sehr offen und zugänglich in den begleitenden Angeboten. Sie betraten Neuland, wussten zum Teil wenig damit anzufangen und ließen sich doch ein, Kunst, Kreativität und Glauben miteinander zu verbinden.

 
17. Oktober 2006
8. Station - Vreden
anzeigen >>

 
27. Juli 2006
7. Station - Stadtlohn
anzeigen >>

 
11. Mai 2006
6. Station - Ahaus
anzeigen >>

 
15. März 2006
5. Station - Schöppingen
anzeigen >>

 
22. Dezember 2005
4. Station - Gronau
anzeigen >>

 
19.10.2005
3. Station - Reken
anzeigen >>

 
23. September 2005
2. Station - Rhedebrügge
anzeigen >>

 
28. August 2005
1. Station - Gemeinde Velen
anzeigen >>

 
28. August 2005
Eröffnung der Skulptur Biennale Münsterland 2005
anzeigen >>